
Mein Coching ist Systemischer Natur (Systemisches Coaching). Das bedeutet, dass ich mit meinen Klienten zusammen möglichst viele Einflüsse die andere Systeme auf Sie haben beleuchte (z.B. System Arbeit, System Familie, System Freunde u.s.w.) und ich beleuchte mit meinen Klienten zusammen, welche Einflüsse sie auf diese Systeme haben.
Daraus lassen sich Lösungen für Probleme und kniffelige Fragestellungen ableiten.
Mein Coaching ist tendenziell eher stark lösungsorientiert. Das bedeutet, dass ich möglichst früh versuche, meinen Klienten weg vom Problem hin zur Lösung zu motivieren. Dabei orientiere ich mich an der Philosophie von Steve de Shazer.
Meine Klienten sind Führungskräfte aus der Wirtschaft, besonders aus dem Projektmanagement-Umfeld aber auch Privatpersonen mit beruflichen und privaten Themen.
Oh ja - unter www.solveidos.de habe ich Informationen zu meiner Arbeit zusammen gestell. Den Namen Solveidos haben meine Tochter und ich zusammen entwickelt. Er leitet sich ab aus "Solvo" (lat. Ich löse) und "Eidos" (gr. Idee).
Der Name solveidos steht für meine Auffassung der Zielsetzung von Coaching.
Nachdem ich ca. 15 Jahre im Projektmanagement gearbeitet hatte wurde mir eines Tages klar, dass die geltenden Methoden des Projektmanagements und der Geschäftsprozesse nicht ausreichen um erfolgreiche Projekte zu machen. Ich war überzeugt davon - und bin es bis heute - dass die meisten Organisationen über genügend Wissen verfügen um ihre Probleme zu lösen. Mir scheint es aber, als stecke diese Energie oft "mit den Füßen im Sand fest".
Coaching ist eine Methode, diese Energien frei zu setzen - sie zu entfesseln.
Deshalb ließ ich mich seit 2010 zum Systemischen Coach beim Institut Alexander & Kreutzer ausbilden und zertifizieren. Außerdem lerne ich seit Jahren in vielen Bereichen so genannter "Weicher Themen".
Ich glaube, dass Coaching kein angeborenes Talent ist sondern ein Handwerk, welches man lernen muss, um als Coach erfolgreich für seine Kunden da zu sein.
Eine ergebnisoffene Einstellung sollte man auf jeden Fall mitbringen.
Es gibt nicht "Die Methode". Coaching ist in erster Linie eine Grundhaltung.
Sie lautet: Dein Klient verfügt über alle Ressourcen, um seine Probleme zu lösen. Da diese in ihm verborgen sind, müssen sie zum Vorschein gebracht werden. Die Lösung, welche für Deinen Klienten richtig ist - die ist es. Welche Lösung der Coach bevorzugen würde ist unerheblich.
Als Coach begleite ich meinen Klienten dabei, seine Lösung zu finden. Hierzu bediene ich mich diverser Techniken aus meinem prall gefüllten Werkzeugkoffer als Coach. Die Werkzeuge stammen aus den Bereichen Gestalttherapie, Gesprächstherapie, NLP, der Soziologie, Psychologie u.v.m.
Persönlich benutze ich sehr gerne die Transaktionsanalyse um meinem Klienten ein Bild seiner hinter seinem Verhalten liegenden Mechanismen zu zeigen.
Ich setze sie stets angemessen zum Thema und zu meinen Klienten passend ein.
Mein Ziel ist es, meine Klienten dazu zu bringen, dauerhaft auf mich verzichten zu können. Neben dem Lösen von Problemen lernen meine Klienten, wie sie sich nachhaltig und dauerhaft selbst besser helfen können.
Der Fortschritt meiner Arbeit wird stets dokumentiert und der Klient erlebt seine Erfolge selbst.
Beim Coaching arbeitet der Klient - der Coach moderiert nur :-). Mein Klient muss sich darauf einlassen, dass ich ihm keine Lösung anbiete sondern ihm dabei helfe, dass er selbst eine erarbeitet.
Meine Klienten sollten sich auch mal auf etwas einlassen können, was sie bisher womöglich noch nicht gemacht haben - besonders im Bereich so genannter "Analoger Methoden" oder "Spielerischer Techniken". Da führe ich sie aber professionell heran.
Über diese Frage könnte man tagelang diskutieren.
Ich bin überzeugt davon, dass Menschen am effizientesten und effektivsten arbeiten, wenn sie ihrer intrinsischen Motivation folgen. Ebenso wenig, wie man aus einem LKW einen Rennwagen machen kann, wird ein Pazifist glücklich werden, wenn er Bomben bauen muss oder ein wortkarger Mensch als Lehrer arbeitet.
In meinem Coaching helfe ich meinen Klienten, ihren Lebensentwurf zu überdenken und ggfs. neu zu gestalten. Danach werden sie das, was sie tun vermutlich erfolgreich tun, weil es ihrer intrinsischen Motiviation entspricht.
Intrinsisch = von (sich) innen heraus.
Coaching ist per se eine emotionale Angelegenheit.
Ich gehe mit meinen Klienten so tief in ihr Inneres, wie sie es zulassen.
Wenn ich merke, dass meine Klienten unsischer in ihren Gefühlen sind helfe ich Ihnen dabei, im Umgang mit ihren Gefühlen sicherer zu werden.
Gemäß "Shrek", der richtig bemerkte: "Was raus muss muss raus", darf bei mir geweint, geflucht und geschimpft werden.
Im angemessenen Unfang kann ich meinen Klienten ihre Emotionen erklären und verstehen helfen.
Das kommt darauf an, was man unter "positivem Denken" versteht. Ich glaube, es ist nicht hilfreich, alles durch eine roas Brille sehen zu wollen.
Schicksale sind Schicksale und sie bleiben es auch.
Was man lernen kann ist, lösungsorientiert zu denken. Also Probleme zu erkennen und zu benennen und dann eine Lösung für sie zu erarbeiten anstatt sich im Problem zu aalen und daran zu weiden.
Der Aussage, dass jede Krise auch eine Chance beinhaltet stimme ich voll zu.
Man muss sie erkennen können. Auch das kann man üben.
Das ist meine Ansicht von positivem Denken.
Schlechte Dinge schön zu reden hilft niemandem...
Das ist - je nachdem wie man von Haus aus strukturiert ist, mehr oder weniger schwierig.
Bei mir ist es der professionelle Anspruch, der mich das durchhalten lässt und mein Interesse an den Themen meiner Klienten.
Durch permanentes Training und das Einholen von Feedbacks sowie durch Professionalisierung der Gesprächstechniken kann man das hinbekommen - ich jedenfalls :-)
Ich persönlich mag den Kompromiss nicht so sehr. Beim Kompromiss geben alle etwas ab. Es ist also eine Verwaltung des Mangels.
Als Coach lasse ich mich lieber davon leiten, die Summe der Möglichkeiten zu erhöhen. Deshalb ziehe ich den Konsens vor.
Am Ende eines Coachingprozesses stehen oft Lösungen, die vorher niemand für möglich gehalten hat und die am Ende alle Beteiligten bereichern.
Ich finde es lohnt sich, darauf hinzuarbeiten - auch, wenn es mal etwas länger dauert.
Beide Dinge sind nötig, aber wo ist die Balance zwischen Träumen und Realist zu sein?
Träume nicht Dein Leben - lebe Deinen Traum.
Die Träume sollen uns leiten in unserem Tun. Realismus ist da angezeigt, wo ein Weg zur Erreichung der Träume gesucht und gegangen wird.
Im Buch "Das Restaurant am Ende der Welt" fragt die Speisenkarte:"Warum bist Du hier ? ". Diese Frage sollte man sich ständig stellen und als nächstes: "Passt das zu meinem Traum". Wenn nicht, hat man die Chance zur Korrektur.
Das ist die Balance von Traum und Realismus.
Ein guter Coach orientiert niemanden, er hilft Menschen eher dabei, sich selbst zu erkennen und zu finden.
Wenn eine Neuorientierung der Wünsche und Erwartungen bei einem Klienten sinnvoll ist, dann wird der Klient in den Händen eines guten Coachs darauf im Laufe des Prozesses selbst stoßen.
Ich sehe durch ihre Brille auf die Welt. Aber nicht mit ihrem Herzen.
Ich verstehe was sie fühlt - aber ich fühle nicht dasselbe.
Ihre Probleme sind nicht meine - aber ich helfe dabei, ihre zu lösen.
Ich verstehe ihre Werte - aber ich teile sie nicht zwangsläufig.
Ich habe das Drehbuch des Coachingprozesses in der Hand und ich gebe es nicht her. Dafür bezahlt mich mein Klient.
Meine Klienten müssen sich vor sich selbst öffnen.
Nach und nach werden während des Coachingprozesses womöglich Themen geöffnet, um die der Klient bisher herumgelaufen ist.
Das Erkennen, dass der Klient derjenige ist, der seine Probleme löst und nicht seine Umwelt ist nicht immer eine leichte Erkenntnis.
Wie merkt man, ob eine Herausforderung für eine Person angemessen ist?
Feeling, Feeling, Feeling und Feeling. Und eine Menge Erfahrung.
Außerdem benötige ich als Coach auch den Mut zu sagen: "...hier höre ich auf...".
Gute Coaches unterhalten eine Netzwerk zu anderen Coachs. Die Inanspruchnahme von Supervisoren ist für einen Profi selbstverständlich.
Übersteigertes Selbstbewusstsein ist nicht mehr oder minder gefährlich als andere Antreiber, die aus der Balance geraten sind.
Ich fände es viel interessanter, warum jemand ein übersteigertes Selbstbewusstsein hat. Das ist eher ein Hinweis darauf, dass es weitere "Baustellen" gibt, die ebenfalls mal angeschaut werden sollten.
Man sollte ihn nicht bewundern. Ein Coach ist ein Partner auf Augenhöhe. Wer einen Mentor sucht, zu dem er aufschauen kann, ist beim Coach falsch.
Ich lehne alle "von-oben-nach-unten-Beratungen" ab, besonders das Mentoring. Für mich sind das unsausgewogene Machtverhältnisse.
Ich glaube nicht, dass der Coach den gleichen Weg gegangen sein muss, wie sein Klient. Eine gewisse Lebenserfahrung auch beim Gehen von Umwegen ist aber auf jeden Fall eine wesentliche Eigenschaft für einen guten Coach.
Coachs sind aus professionellen Gründen "ergebnisoffen". Sie sollten also über einen weiten Horizont verfügen.
Lass Dich von einem Coach begleiten. Zumindest am Anfang. Ein guter Coach macht sich sowieso bald überflüssig.
Das Wichtigste aber ist: Verändere Dich nur, wenn Du selbst es willst. Lass Dir von niemandem einreden, dass Du es tun musst. Investiere Deine Energie darein, das herauszufinden.
Das Originalinterview finden Sie auf http://www.whohub.com/solveidos
